Wir haben bereits festgestellt, dass der Mensch die Möglichkeit hat, Gott zu erkennen. Dies geschieht, wie hier in der Frage Nr. 3 des Kompendiums aufgezeigt, v.a. durch die Betrachtung der Schöpfung, d.h. alles Guten, Wahren und Schönen: Es geht trotz allem Studiums und aller Arbeit doch nichts über einen guten Spaziergang in die freie Natur! Dort erhebt sich die Seele, und wie von selbst kommt sie zum Schluss, dass hinter allem Guten, Wahren und Schönen eigentlich nur Gott stehen kann.
Die “Schöpfung” ist aber nicht nur die sichtbare Welt um uns herum (Berge, Wälder, Meere, Pflanzen, Tiere, Sterne …), sondern vor allem auch das Wunder Mensch, nämlich wir selber und die Menschen, denen wir begegnen. Wie sagte schon Immanuel Kant:
“Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.”
Vorsatz: Mal alle Arbeit liegenlassen, raus in die Natur und frische Luft holen: Gott hat soviel Schönes für uns gemacht!
Gebet: Herr, zeig mir deine Schönheit. Erleuchte meinen Verstand, um dich darin zu erkennen. Weise mir den Weg, um zum ewigen Ziel zu gelangen, nämlich zu Dir!